Die Zukunft der Führung liegt nicht in Strukturen, sondern in der Sinngebung – eine neue Herausforderung für Führungskräfte. Mitarbeiter brauchen keine Titel sondern Orientierung und Motivation. Die klassischen Management-Methoden stammen aus den Anfangsjahren des 20. Jahrhundert. Damals versuchte den Ingenieur Frederick W. Taylor die Effizienz in Industriebetrieben zu erhöhen. Er versuchte die Arbeit in Zahlen zu messen, was damals durchaus angebracht war. Aber heute kann man Mitarbeiter nicht mehr alleine mit KPIs und Aktien-Optionen führen. Die Arbeitswelt ist zu komplex geworden, Arbeit selbst hat sich dramatisch verändert. Immer mehr Firmen bauen ihre Zentralen um, Schreibtische werden abgeschafft, man trifft sich in Lounges. Wenn heute der Boss seine Mitarbeiter zum Appel holen will, muss er sie erst mal suchen.

Der Grund liegt vor allem daran, dass Angestellte mehr Verantwortung wollen und auch bekommen. Man arbeitet eigenständiger, wickelt Projekte ab statt Tasks und wird an ihrer Kompetenz gemessen und dem was ein Team erreicht. Mitarbeiter  sind getrieben von einem Wunsch nach Verwirklichung, aber nicht alleine die Selbstverwirklichung. Angestellte wollen Teil eines größeren Ganzen sein, dabei sein eine Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Und ja, auch die Welt ein bisschen besser zu machen.

Herausforderung für Führungskräfte und Mitarbeiter

Hier liegt genau die Herausforderung für Führungskräfte. Es reicht nicht mehr, das größte Büro zu haben und einen Direktor-Titel. Das beeindruckt heute keinen mehr. Vielmehr gilt es Orientierung zu geben und Sinn zu stiften. Es ist leicht gesagt. Sinn ist mehr als nur eine auf die Wand der Empfangshalle geschriebene Version. Es ist auch mehr als das was oft Unternehmenskultur genannt wird. Sinn muss zunächst im Inneren eines jeden Selbst gefunden werden. Nur wenn ich als Person weiß, warum ich tue was ich tue, kann ich auch anderen meine Vision mitteilen. Oder anders ausgedrückt: Ich muss wisse, warum ich jeden Morgen aufstehe und ins Büro gehe. Was treibt mich? Was ist mein Ziel im Leben, nicht in meiner Karriere?

Schon Goethe wusste um die Herausforderung für Führungskräfte

Schon Goethe wusste um die Herausforderung für Führungskräfte

Johann Wolfgang von Goethe hat beizeiten schon gewusst, das die Lösung in uns selbst liegt. In seinem Gedicht “Die Geheimnisse” schrieb er:


Denn alle Kraft dringt vorwärts in die Weite,
Zu leben und zu wirken hier und dort,
Dagegen engt und hemmt von jeder Seite
Der Strom der Welt und reißt uns mit sich fort:
In diesem innern Sturm und äußern Streite
Vernimmt der Geist ein schwer verstanden Wort:
Von der Gewalt, die alle Wesen bindet,
Befreit der Mensch sich, der sich überwindet.”

In meinen Vorträgen versuche ich genau diese Fragen nach Befreiung und den inneren Stürmen in den Mittelpunkt zu stellen und Anregungen zu geben, wie man sie beantworten kann. Oft werde ich gefragt, wie das ein Unternehmen bewerkstelligen kann, und eine Antwort ist dann: Mit Zeit. Denn den Sinn zu finden ist ein Weg, den man erst einmal bereit sein muss zu gehen. Und dabei möchte ich Führungskräfte und Unternehmen nach allen Kräften unterstützen.

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